News aus mehayo
Letztes Wochenende war ein Kunstmarkt in der International school in Morogoro, der Schule auf die die Kider der leute mit Geld gehen, dass sind Inder, Amerikaner, Europaer und einige reiche Tanzanier. Wir haben dort mit den Erwachsenen aus dem Artcenter unserer Produkte aus Mehayo- Karten, Ketten, Oellampen…verkauft.
Die Vorbereitung des Marktes war fuer alle aufregend- is ja ne tolle chance die selbsthergestellten Produkte zu verkaufen und vielleicht n bisschen Geld fuer Mehayo einzunehmen, alle waren engagiert und haben jeden Tag in der Woche vorm Markt noch kraeftig im Artcenter mitgearbeitet!
Der Markt ist gut gelaufen, wir haben einiges verkauft und, was mindestens genauso wichtig ist, die Menschen auf Mehayo aufmerksam gemacht.
Komisch fuer mich war, dass auf dem Markt fast ausschliesslich Europaeer, Amerikaner, und Asiaten waren (dass muesen die Menschen mit Geld in diesem Land sein) die Stimmung war total untansanisch.. so steif…. wir haben mit unserer Trommelgruppe aus Mehayo Musik gemacht-normalerweise fangen in Tansania dann immer alle an zu tanzen und freuen sich- nix davon, die einzigen die spass an der Musik gezeigt haben, waren unserer Mehayoleute, die anderen haben wohl still genossen…
Komisch eine so andere Welt mitten in Tanzsania zu erleben…andererseits ist die Welt natuerlich Bestandteil von Tanzania, ich hab diese Welt nur bisher noch nicht erlebt.
Das Tansania, was ich bisher erlebt habe sieht so aus:
In Mehayo wird mit Holzfeuer gekocht, die Koechinnen sind den ganzen Tag damit beschaeftigt das Essen zu kochen. Die tansanischen Freiwilligen MitarbeiterInnen haben meist nur die grundstaendige Schulausbildung (sieben Jahre) sie schlafen mit den Kindern in einem Raum, arbeiten den ganzen Tag, bekommen Verpflegung und Unterkunft in Mehayo und wenn das Geld da ist 20.000 Shilinge im Monat(12,50 Euro). Arbeiten und Leben ist bei ihnen sehr eng verknuepft.
Hier in Tansania kann man krasse Unterschiede in der Lebensfuehrung beobachten, der Grund fuer den Unterschied ist Geld.
auch mein Leben hier ist einfach und relativ sorglos weil ich Geld habe, ich kann mir essen kaufen, kann mir den Arzt leisten, ich kanns mir leisten die Zeit aufzuwenden zum Arzt zu gehen ohne mir sorgen um mein taegliches einkommen machen zu muessen, ich kann mir die Medikamente leisten, ich kann reisen und mich sicher fuehlen, denn ueberfaelle auf weisse werden extrem hart bestraft, und zur not fahre ich halt wieder nach Europa…
gedanken, die mir hier oft durch den kopf gehen….Der unterschied arm- reich ist hier einfach krass.
zurueck zu Mehayo
hab noch zwei Wochen hier in mehayo. Die Kids werden nach und nach von ihren Eltern abgeholt, ueber Weihnachten gehen sie nach hause, so langsam aber sicher wird mehayo immer leerer. faellt mir schwer mich von den Kids zu verabschieden…Sind mir schon ans herz gewachsen:)
so nun noch zu meinen Plaenen:
naechste Woche mache ich mit Nadia ein kleines Seminar zum Thema was ist Behinderung, Basics zur Bildung von Menschen mit Behinderung und Ideen und Anregungen zum Unterricht in Mathe, Schreiben und Lesen- da werd ich mich jetzt mal an die Recherche machen!
Liebe Gruesse aus dem wunderbaren Land der krassen Unterschiede